DIY selbstgemachte Schnapsbar mit Beleuchtung

Fassbar: Schnapsbar aus altem Weinfass gebaut

Fassbar: aus altem Weinfass gebaut

Man nehme ein altes Wein oder Whiskyfass, eine Stichsäge, eine Glasplatte und ein paar alte Schrauben – et voilà: die Fassbar ist fertig 🙂

Ich habe dieses DIY-Projekt in einem Forum gefunden und war sofort begeistert. Mit ein bisschen Zeit und Fleiß kann man sich so ein wunderschönes Designobjekt basteln – und hat nebenbei die perfekte Aufbewahrungsmöglichkeit für die ganzen Spirituosen, die sich allmählich so ansammeln.

Gliederung

Fassfindung

Das schwierigste ist eigentlich ein passendes Fass für seine Fassbar zu finden. Ich habe insgesamt fast ein halbes Jahr auf ebay Kleinanzeigen gesucht bis ich das passende hatte. Ich wollte ein altes Fass mit natürlicher Patina. Fündig wurde ich bei ebay Kleinanzeigen in der Nähe München – perfekt! Preislich bewegt man sich in der Größe zwischen 100 und 200 Euro. Manche kaufen sich auch ein neues Fass und bearbeiten dieses dementsprechend. Nehmt unbedingt ein etwas höheres Fass (meins hat die Höhe XXX)

Eröffnung

Sobald das Fass nach Hause transportiert wurde gehts dann sofort los: grob die Öffnung anzeichnen, ein Loch in die Ecke bohren und mit der Stichsäge das Fenster ausschneiden. Vorher aber unbedingt die Bänder entfernen, diese werden separat gekürzt. Dann die Kanten mit einem Exzenter oder Bandschleifer glätten (grobes Papier verwenden und immer feiner werden).

Bänder fixieren

Ein bisschen mehr Mühe macht dann das zurecht Schneiden der Bänder und vor allem das Fixieren. Ich habe hierfür einfach Schrauben durch Band und Dauben gebohrt, von innen mit einer Mutter fixiert und dann alles was übersteht mit einer feinen Dremel entfernt.

Zwischenboden

Den Glasboden habe ich vom Glaser meines Vertrauens in Traunstein fertigen lassen. Hierfür ruhig etwas dickeres Glas nehmen und die Kanten schleifen lassen. Befestigt habe ich das Glas, in dem ich von außen etwas längere Schrauben durch die Fassbar gebohrt habe. Über das Gewinde der Schrauben habe ich schwarzen Schrumpfschlauch gemacht, damit das Glas von unten nicht zerkratzt. Diese Lösung hält optimal, lieber ein paar Schrauben mehr verwenden als zu wenig.

Beleuchtung

Natürlich wollte ich meine Schnapsbar auch beleuchten. Keine Frage – der LED Controller muss natürlich Smarthome kompatibel sein. Dementsprechend habe ich natürlich viel rumprobiert. Zuerst war ein LD382 verbaut, dann ein Fibaro Z-Wave RGBW Controller. Geblieben ist letztendlich aber der FLS-PP, da dieser mit Philips Hue kompatibel ist. Mehr zur Wahl des richtigen RGBW Controllers hier. Als LED Bänder nehme ich immer gerne die billigen aus China. Ich habe hier 12V verbaut mit separaten weißen LEDs. Neuer und vor allem bei längeren Installationen würde ich aber bei heutigem Wissenstand zu 24V 4in1 LED-Streifen raten. Am günstigen bekommst du diese bei Aliexpress aus China, musst aber mit bis zu 1 Monat Versandzeit rechnen. Ich habe mir diese Streifen für künftige Projekte bestellt: Aliexpress-Link. Von der Qualität kann ich nur sagen: 1A. Die 12V Version verrichtet bei mir seit ca. 2 Jahren beste Dienste.

Verkabelung

Die verbaute RGBW-LED-Bänder haben 5 Adern. Schwarze Kabel habe ich leider nirgends gefunden, somit habe ich mir dieses Kabel (Aliexpress-Link) einfach mit schwarz matter Farbe aus der Sprühdose lackiert. RGBW-Streifen gibt es in Schwarz, ich habe meine weißen Kabel aber ebenfalls einfach lackiert. Hierfür kleine Tesafilmstreifen zurecht schneiden, dann die LEDs abkleben und lackieren.

Ich habe dann in den Fassboden ein kleines Loch gebohrt um die Kabel nach oben führen zu können. Die RGBW-Streifen habe ich hinter dem Glas und unter dem Deckenboden platziert.

Fazit

Die Schnapsbar / Fassbar ist genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe ein offenes Design gewählt, da ich die integrierte Beleuchtung dauerhaft nutzen wollte. Ich habe es auch schon gesehen, dass die herausgeschnittenen Dauben zu einer Tür verarbeitet worden sind und dann befestigt wurden. Dies hätte zumindest einen Vorteil: Staubschutz. Bei der offnen Lösung gelangt relativ viel Staub hinein, was dann durch das Glas mit der Beleuchtung eher unschön aussieht. Ich kann das Projekt wirklich jedem ambitionierten Heimwerker empfehlen, da es nicht nur Spaß macht nachzubauen, sondern auch ein toller Blickfang im Wohnzimmer ist.

Über den Author

Emanuel

teilt seine Begeisterung im Bereich Technik, DIY und Hausautomatisierung gerne auf seinem Blog coldcorner.de

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