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Raspberry Zero GPIO Pinleiste löten

Raspberry Pi Zero - Pinleiste Löten

Für manchen Einsatz des Raspberry Pi Zero bzw. Raspberry Pi Zero W benötigt man eine fest verlötete GPIO Pinleiste. Da ich zu Beginn meiner „Lötkarriere“ einige Schwierigkeiten damit hatte, möchte ich dir hier kurz und knapp meine bisherigen Erfahrungen mitteilen. Denn oft lese ich in Foren Aussagen wie „löten kann ich nicht, ich suche eine Alternative“.

Die richtigen Geräte: Der Lötkolben

Natürlich kann man einfach einen Lötkolben vom nächstgelegenen Baumarkt für 10 Euro kaufen. Dieser hat aber unter umständen nicht die nötige Leistung. Auch ich habe damals im Baumarkt zugeschlagen. Der Lötkoblen war beim dritten mal Löten dann auch leider schon wieder kaputt. Deshalb empfehle ich wirklich darauf zu achten, dass es ein qualitativ hochwertiger Lötkolben ist. Bei Conrad gibt es gute und auch günstige Modelle. Vorher sollte man sich auch überlegen was man löten möchte. Für die GPIO Pins am Raspberry sollte ein 30W Feinlötkolben locker reichen (z.B. der hier: Amazon-Link). Ich habe mir damals einen 100W Kolben bestellt, weil ich früher primär Goldkontaktstecker an Modellflugzeugen und deren Akkus gelötet habe (habe gelesen dass Gold eine recht hohe Temperatur braucht, um sich mit dem Lötzinn zu verbinden). Das Problem ist allerdings bei einem Lötkolben mit fester Wattzahl: Man kann die Temperatur dann auch nicht mehr einstellen: fixe Watt- fixe Temperatur.

Nachdem Lötstationen mittlerweile auch nicht mehr die Welt kosten, kann ich auch nur jedem dazu raten. Das Modell, welches ich im Einsatz habe, kostet bei Amazon (Link zum Angebot)gerade mal 25 Euro und kommt incl. Zubehör wie einem Schwamm, helfende Hand und einer Lupe sowie Kleinkram. Das mitgelieferte Lötzinn solltest du allerdings nicht benutzen, mehr dazu weiter unten.

Die Lötstation funktioniert bei mir seit mehr als einem Jahr einwandfrei, bei regelmäßigem Einsatz. Sollten dir die Lötspitzen kaputt gehen, so kann man diese einfach austauschen (Amazon-Link) oder durch Modelle mit anderen Eigenschaften (statt spitz z.B. Flachspitzen) austauschen. Der Vorteil ist nicht nur die regelbare Temperatur durch einen Drehregler, auch die Halterung des Lötkolben ist mehr als praktisch.

Das richtige Material: Lötzinn

Blei heißt hier das Stichwort: Pb38 Sn60 Cu2 – so lautet die Zusammensetzung des für mich idealen Zinns. Ein Kupferanteil von 1% ist auch in Ordnung. Mit keinem Lötzinn (egal welche Marke, auf die Zusammensetzung kommt es an) habe ich bessere Ergebnisse erzielt. In dem verlinkten Lötzinn (Amazon-Link) befindet sich außerdem ein integrierter Flussmittelanteil von 2%. Flussmittel hilft dem Lötzinn dabei, die Lötstelle optimal zu umfließen.

Der Lötvorgang

Das eigentliche Löten ist recht einfach mit den richtigen Geräten und Materialien.

  1. Dem Lötkolben ausreichend Zeit zum Erhitzen lassen (1min und mehr) – zwischendrin den Raspberry und die GPIO Leiste in die „helfende Hand“ einspannen und den Schwamm der Lötstation nassmachen (hiermit überschüssiges Lötzinn vom Kolben abstreifen)
  2. Lötzinn ein Stück (ca 5-7cm) abrollen und gerade machen
  3. Zuerst die Spitze des Lötkolbens an den Pin führen, ca. 2 Sekunden später das Lötzinn hinzuführen. Das hat den Sinn, dass die Lötstelle bereits warm ist wenn das Zinn hinzu kommt. Es darf sogar so heiss sein, dass allein die Berührung des Pins reicht dass das Lötzinn schmilzt. Aber hier nicht übertreiben, sonst schmilzt der Raspberry
  4. Achte darauf dass das Lötzinn die Lötstelle von allen Seiten umflossen hat. Entferne dann zuerst Zinn und dann den Kolben. Der gesamte Vorgang pro Pin sollte nicht länger als 5 Sekunden dauern, da man sonst Gefahr läuft, Bauteile zu zerstören.

Am Ende sollte die Lötstelle glänzen – ist die Lötstelle hingegen matt könnte dies ein Hinweis für eine kalte Lötstelle sein und erfordert erneutes Erhitzen des Zinns.

Ich habe hier ein kurzes Videos gemacht wie es bei mir aussieht

Bevor du loslegst noch einen Tipp: Verwende unbedingt eine Schutzbrille! Beim Erhitzen des Lötzinns kann es vorkommen dass Zinn oder Flußmittel wegspritzt.

Über den Author

Emanuel

teilt seine Begeisterung im Bereich Technik, DIY und Hausautomatisierung gerne auf seinem Blog coldcorner.de

Comments 1

  1. Pingback: Max2Play als Multiroom Audiosystem | coldcorner.de

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